Fenster und Haustüren – gemessen, gebaut, eingebaut
Vom Aufmaß im Altbau bis zum fertigen Einbau. Holz, Kunststoff oder Aluminium – und Sondermaße aus der eigenen Tischlerei.
Fenster und Türen sind Tischlerarbeit
Ein Fenster ist erst dann ein gutes Fenster, wenn es in der Wand sitzt, in der es sitzen soll. Im Neubau ist das eine Frage der Bestellung. Im Altbau ist es eine Frage des Aufmaßes – und dort trennt sich, wer Fenster verkauft, von dem, der sie einbaut.
Wir messen selbst, wir bauen selbst ein, und wo es kein Maß von der Stange gibt, fertigen wir in der eigenen Tischlerei. Das gilt für die Haustür genauso wie für das schmale Giebelfenster, das es nirgends zu kaufen gibt.
Die Haustür ist das Erste, was jemand anfasst

An einer Haustür merkt man in der ersten Sekunde, ob sie ordentlich gebaut ist. Wie sie schließt, wie sie klingt, ob sie im Sommer klemmt. Das entscheidet sich nicht am Material, sondern am Einbau.
Wir setzen Türen in Holz, Kunststoff und Aluminium. Welche davon zu Ihrem Haus passt, hängt weniger vom Geschmack ab als von der Wand: Ein Klinkerbau von 1910 verträgt einen anderen Anschluss als ein gedämmter Neubau.
Bei denkmalgeschützten oder ortsbildprägenden Häusern in Angeln fertigen wir Türen nach dem alten Vorbild – mit heutiger Dichtung dahinter.
Wobei es im Bestand schiefgeht
Vier Punkte, an denen ein neues Fenster im Altbau scheitert – und was wir dagegen tun.
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Das Maß
Alte Öffnungen sind selten rechteckig. Wer nach Bestellmaß arbeitet, muss die Differenz mit Schaum füllen – und das ist genau die Stelle, an der später Zugluft ist. Wir messen jede Öffnung einzeln auf.
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Der Anschluss
Zwischen Fenster und Mauerwerk sitzt die eigentliche Arbeit. Innen dicht, außen diffusionsoffen – umgekehrt läuft die Feuchte in die Wand statt hinaus.
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Die Laibung
Ein neues, dichtes Fenster in einer ungedämmten Laibung verlagert den kältesten Punkt an den Rahmenrand. Dort schlägt sich dann Feuchte nieder. Wir dämmen die Laibung mit, sonst haben Sie Schimmel statt Ersparnis.
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Die Lüftung
Ein Altbau war undicht, und das war seine Lüftung. Nach dem Fenstertausch ist er es nicht mehr. Darüber reden wir vorher, nicht wenn die ersten Scheiben beschlagen.
Wie der Fenstertausch abläuft
Ein Fenster ist an einem Tag getauscht. Was davor und danach passiert, entscheidet über das Ergebnis.
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Aufmaß, Öffnung für Öffnung
Jede einzeln. Altbauöffnungen sind selten rechteckig, und der Unterschied zwischen oben und unten liegt gern bei ein bis zwei Zentimetern.
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Entscheidung über den Anschluss
Innen dicht, außen diffusionsoffen. Wie das an Ihrer Wand aussieht, hängt vom Aufbau ab – bei zweischaligem Mauerwerk anders als bei Vollziegel.
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Ausbau und Einbau
Pro Fenster wenige Stunden. Wir machen nicht mehr auf, als wir am selben Tag wieder schließen können.
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Laibung
Innen verputzen oder verkleiden, wo nötig dämmen. Der Schritt, den Billiganbieter weglassen – und die Stelle, an der später Feuchte auftritt.
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Einstellen
Nach ein paar Wochen setzt sich alles. Wir kommen noch einmal und stellen nach; das gehört dazu und wird nicht berechnet.
Verglasung, Beschläge, Sicherheit
Drei Entscheidungen, bei denen der Aufpreis unterschiedlich viel bringt.
Zwei- oder Dreifachverglasung. Im gedämmten Haus ist Dreifach richtig. In einem ungedämmten Altbau ist der Zusatznutzen kleiner, als der Prospekt nahelegt – und die Scheibe wird schwerer, was Rahmen und Beschläge belastet. Bei kleinen Altbaufenstern raten wir häufig zu Zweifach.
Beschläge. Der Unterschied zwischen Standard und Sicherheitsbeschlag sind Pilzkopfzapfen, die sich beim Verschließen hinter das Schließblech ziehen. Ein Fenster damit auszuhebeln dauert deutlich länger – und das ist genau die Zeit, die Gelegenheitstäter nicht aufwenden. Der Aufpreis ist gering, wenn er von Anfang an eingeplant ist.
Abschließbare Griffe wirken nur zusammen mit gutem Beschlag. Allein sind sie ein Griff mit Schloss an einem Fenster, das man daneben aufhebelt.
Bei Haustüren zählt außerdem der Türblattaufbau und, was viele übersehen, die Verankerung der Zarge im Mauerwerk. Die beste Tür in einer schlecht befestigten Zarge ist keine Sicherheit.
Häufige Fragen zu Fenstern und Türen
Holz, Kunststoff oder Aluminium?
Kunststoff ist am günstigsten und pflegeleicht. Holz ist teurer, hält bei Pflege aber Jahrzehnte und ist im Altbau oft das Einzige, was optisch passt. Aluminium kommt dort infrage, wo große Formate gefragt sind. Wir sagen Ihnen beim Ortstermin, was an Ihrem Haus sinnvoll ist – und wo der Aufpreis nichts bringt.
Bekomme ich Sondermaße?
Ja. Genau dafür haben wir die eigene Tischlerei. Rundbögen, schmale Giebelfenster, historische Sprossenteilungen – das sind die Fälle, in denen der Handel abwinkt.
Muss die Fassade danach wieder gemacht werden?
Beim Tausch in bestehende Öffnungen meist nur die Laibung innen. Wird die Öffnung vergrößert, kommt Maurer- und Putzarbeit dazu – beides machen wir selbst, Sie brauchen keinen zweiten Betrieb.
Gibt es Förderung für neue Fenster?
Für Fenster gibt es Zuschüsse, wenn bestimmte Werte erreicht werden. Ob sich das bei Ihnen rechnet, hängt vom Rest des Hauses ab – ein gutes Fenster in einer ungedämmten Wand bringt weniger, als der Prospekt verspricht. Wir rechnen das mit Ihnen durch, bevor Sie einen Antrag stellen.
Wie lange dauert der Tausch aller Fenster?
Bei einem Einfamilienhaus je nach Anzahl zwei bis vier Tage für den Einbau, danach die Laibungen. Wir arbeiten raumweise – Ihr Haus steht nie komplett offen.
Muss ich tapezieren lassen nach dem Fenstertausch?
Innen wird die Laibung erneuert, dort fällt Putz- und Malerarbeit an. Ob die ganze Wand dran ist, hängt vom Zustand ab. Beides machen wir selbst, Sie brauchen keinen zweiten Betrieb.
Können alte Kastenfenster aufgearbeitet werden?
Häufig ja, und bei erhaltenswerten Häusern ist es oft die bessere Lösung. Aufarbeiten, neu verglasen und dichten kann günstiger sein als ein Neubau in Sondermaß – und es erhält die Ansicht. Wir sehen es uns an und sagen ehrlich, welcher Weg trägt.
Aufmaß vor Ort, kostenfrei
Wir kommen vorbei, messen und sagen Ihnen ehrlich, ob sich der Tausch lohnt – oder ob eine Aufarbeitung reicht.