Tischlerei: Möbel, Türen, Einbauten nach Maß

Eigene Werkstatt. Was es nicht zu kaufen gibt, bauen wir.

Tischlern: Möbel und Innenausbau nach Maß

Die eigene Tischlerei ist der Grund, warum wir Sätze wie „das geht leider nicht“ seltener sagen müssen als andere. Wo ein Katalogmaß endet, fangen wir an zu zeichnen.

Das heißt nicht, dass alles nach Maß sein muss. In einem rechtwinkligen Raum ist der Schrank von der Stange die vernünftigere Entscheidung, und das sagen wir Ihnen auch.

Möbel nach Maß

Waschtisch aus Eiche-Vollholz mit Aufsatzbecken

Küchen, Einbauschränke, Waschtische, Treppen, Betten, Regalwände. Entworfen am Raum, gebaut in der eigenen Werkstatt, montiert von denselben Leuten.

Die Fälle, in denen sich Maßarbeit lohnt, sind fast immer dieselben: eine Dachschräge, eine Nische neben dem Schornstein, eine Wand, die nicht im Lot steht, eine Raumhöhe, die es im Handel nicht gibt.

Material nach Aufgabe, nicht nach Mode. Eiche, wo es hart sein muss. Douglasie für breite Dielen. Fichte oder Kiefer, wo eine ruhige, helle Fläche gefragt ist. Bei Bädern reden wir vorher über Feuchte, nicht hinterher.

Türen

Klinkerfassade mit erneuerten Fenstern während der Arbeiten

Innentüren und Haustüren, gesetzt oder gebaut. Im Neubau ist es eine Frage der Auswahl, im Altbau eine Frage des Aufmaßes – dort ist keine Zarge rechtwinklig, und Standardmaße gibt es nicht.

Wir fertigen Türen nach historischem Vorbild, wenn ein Haus danach verlangt: Füllungen, Profile und Beschläge wie im Bestand, mit heutiger Dichtung dahinter. Bei ortsbildprägenden Häusern in Angeln ist das häufig nicht Geschmack, sondern Auflage.

Zu Haustüren, Fenstern und dem richtigen Anschluss ans Mauerwerk: Fenster und Haustüren.

Wie ein Möbelstück bei uns entsteht

  1. Aufmaß im Raum

    Nicht nach Plan – nach Wand. Wir messen an mehreren Stellen, weil Altbauwände nicht parallel sind.

  2. Entwurf und Ansicht

    Sie sehen, wie es aussehen wird, bevor Material bestellt ist. Änderungen kosten in dieser Phase nichts.

  3. Bau in der Werkstatt

    Nicht auf der Baustelle. Das ist genauer und macht bei Ihnen weniger Dreck.

  4. Montage

    Von denselben Leuten, die es gebaut haben. Wenn beim Einbau etwas klemmt, wird es angepasst statt eingepasst.

Welches Holz wofür

Die Frage nach dem Material ist eigentlich eine Frage nach der Beanspruchung.

Eiche, wo es hart sein muss: Treppen, Arbeitsplatten, stark genutzte Böden, Waschtische. Sie ist teurer und schwerer zu bearbeiten, hält dafür Jahrzehnte und lässt sich abschleifen statt ersetzen.

Douglasie für breite Dielen und große Flächen. Sie kommt in großen Abmessungen vor, ist von Natur aus widerstandsfähiger als Fichte und hat eine ruhige Zeichnung.

Fichte und Kiefer, wo eine helle, gleichmäßige Fläche gefragt ist und die Beanspruchung überschaubar bleibt – Einbauschränke, Verkleidungen, Kinderzimmermöbel.

Furnierte Platten sind keine Notlösung, sondern für große Flächen oft die bessere: Sie arbeiten weniger als Massivholz. Eine zwei Meter breite Schranktür in Massivholz verzieht sich, eine furnierte nicht.

Im Bad reden wir vorher über Feuchte. Massivholz geht dort, aber nur mit passender Oberfläche und ausreichend Abstand zum Spritzwasser – das planen wir ein, statt es zu hoffen.

Oberflächen: Öl, Lack oder Wachs

Die Oberfläche entscheidet darüber, wie ein Möbelstück altert – und wie leicht es sich in fünf Jahren ausbessern lässt.

Öl zieht ins Holz ein und lässt die Struktur spürbar. Es ist weniger widerstandsfähig als Lack, dafür an einer einzelnen Stelle nachbesserbar: anschleifen, nachölen, fertig. Für Tische, Arbeitsplatten und Böden ist das der praktische Vorteil.

Lack legt sich als Film darüber und ist deutlich unempfindlicher gegen Wasser und Flecken. Der Nachteil zeigt sich beim Schaden: Ein Kratzer lässt sich nicht örtlich ausbessern, die Fläche muss neu.

Wachs ist die weichste Variante – schöne Haptik, geringe Beständigkeit. Sinnvoll bei Möbeln, die wenig abbekommen.

Wir sagen Ihnen zu jedem Bauteil, was wir empfehlen und warum. Und bei Küchenarbeitsplatten sagen wir es besonders deutlich, weil dort der Unterschied im Alltag am schnellsten sichtbar wird.

Fragen zur Tischlerei

Wie lange dauert ein Möbelstück nach Maß?

Von der Beauftragung bis zur Montage meist sechs bis zehn Wochen, je nach Auslastung und Material. Bei Massivholz kann Trocknungszeit dazukommen – das sagen wir beim Angebot, nicht bei der Montage.

Können Sie ein vorhandenes Möbelstück ergänzen?

Oft ja. Farbton und Oberfläche eines alten Möbels genau zu treffen ist die schwierigere Aufgabe – wir machen dafür Musterstücke, bevor wir das Ganze bauen.

Bauen Sie auch Treppen?

Ja, gerade und gewendelt, in Massivholz. Eine Treppe im Altbau ist immer Maßarbeit; die Steigungen ergeben sich aus Geschosshöhe und Deckenöffnung, nicht aus dem Katalog.

Was kostet eine Küche nach Maß?

Deutlich mehr als eine aus dem Studio, wenn man Front gegen Front vergleicht – und oft weniger, als Kunden erwarten, wenn der Raum ungewöhnlich ist. Der Preis hängt an Korpusmaterial, Fronten, Auszügen und Arbeitsplatte. Sie bekommen ein Angebot mit Positionen.

Reparieren Sie auch alte Möbel?

Ja, wenn es sich lohnt. Bei Massivholz lohnt es fast immer; bei furnierten Serienmöbeln selten. Wir sehen es uns an und sagen es ehrlich, statt einen Auftrag anzunehmen, der den Wert des Stücks übersteigt.

Wie lange im Voraus muss ich anfragen?

Für ein einzelnes Möbelstück reichen meist sechs bis zehn Wochen Vorlauf. Bei einer Küche oder mehreren Einbauten planen Sie besser ein Vierteljahr ein – die Zeit steckt in Entwurf und Abstimmung, nicht in der Werkstatt.

Zeigen Sie uns den Raum

Wir messen auf und zeichnen Ihnen, was hineinpasst – und sagen Ihnen, wo eine Standardlösung reicht.

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