Malerarbeiten innen und außen

Der letzte Handgriff – und im Altbau der, der über Feuchte entscheidet.

Malern: Anstrich, Putz und Oberflächen

Malerarbeiten sind das letzte Gewerk auf jeder Baustelle – und deshalb das, an dem am häufigsten gespart wird, wenn es vorher eng wurde. Das rächt sich, weil man nichts anderes so oft ansieht.

Bei uns ist Malern eines der vier Gewerke im Haus. Praktischer Vorteil: Wenn die Tischler drei Tage später fertig werden, verschiebt sich der Malertermin mit – und nicht um sechs Wochen auf den nächsten freien Slot einer fremden Firma.

Innen

Frisch ausgebauter Raum mit Dielenboden und gerundeter Wandecke

Wände und Decken spachteln, grundieren, streichen. Tapezieren, wo Tapete gewünscht ist. Lackieren von Türen, Zargen, Fensterrahmen und Geländern.

Die Arbeit liegt im Untergrund, nicht in der Farbe. Eine gespachtelte und geschliffene Wand sieht bei Streiflicht anders aus als eine, bei der man diesen Schritt übersprungen hat – und Streiflicht gibt es in jedem Raum mit Fenster.

Im Altbau achten wir auf Diffusionsfähigkeit: dichte Latexfarbe auf einer Außenwand, die Feuchte weitergeben muss, ist der Anfang eines Schimmelproblems. Wir wählen den Aufbau nach der Wand, nicht nach dem Eimerpreis.

Außen

Altbau mit Gerüst während der Fassaden- und Fenstersanierung

Fassadenanstriche, Holzschutz an Verschalungen, Ortgang und Traufe, Zäune und Tore. An der Küste ist das eine andere Aufgabe als im Binnenland: Schlagregen, Salz in der Luft und häufige Frostwechsel greifen jeden Aufbau an, der nicht dafür gemacht ist.

Vor jedem Fassadenanstrich prüfen wir den Untergrund. Eine Haftprobe kostet zehn Minuten und verhindert den häufigsten Fassadenschaden überhaupt – neue Farbe, die den alten Anstrich samt sich selbst mitnimmt.

Mehr zu Aufbau und Material: Fassade.

Was wir außerdem machen

  1. Farbberatung am Objekt

    Musterflächen an Ihrer Wand, bei Tageslicht. Ein Farbfächer unter Werkstattlicht führt regelmäßig in die Irre.

  2. Wandbeläge

    Altholz, Profilbretter, Putzstrukturen – wo eine glatte Wand zu wenig wäre. Zugeschnitten und montiert von unseren Tischlern.

  3. Bodenbeläge

    Dielen, Parkett, Linoleum. Beim Dielenboden macht die Tischlerei das Holz, die Malerarbeit die Oberfläche.

  4. Schimmelsanierung

    Nur mit vorheriger Ursachenklärung. Überstreichen ist keine Sanierung, sondern eine Verzögerung.

Der Untergrund entscheidet, nicht die Farbe

Die meisten Anstriche, die nicht halten, scheitern nicht an der Farbe. Sie scheitern daran, dass niemand geprüft hat, worauf sie kommt.

Die Haftprobe dauert zehn Minuten: Klebeband auf den alten Anstrich, abziehen, hinsehen. Kommt der alte Anstrich mit, hilft keine neue Farbe – dann muss er herunter.

Gespachtelt und geschliffen ist der Schritt, den man an fertigen Wänden am deutlichsten sieht – vor allem bei Streiflicht neben einem Fenster. Wer ihn überspringt, hat eine Wand, die bei Tageslicht Wellen wirft.

Die alte Tapete bleibt manchmal drunter, oft aber nicht. Wo sie sich löst oder mehrere Lagen übereinanderliegen, kommt sie herunter – auch wenn das der unangenehmste Teil der Arbeit ist.

Im Altbau kommt die Diffusion dazu: Eine dichte Latexfarbe auf einer Außenwand, die Feuchte weitergeben muss, ist der Anfang eines Schimmelproblems. Wir wählen den Aufbau nach der Wand, nicht nach dem Eimerpreis.

Farbberatung, die am Haus stattfindet

Vier Dinge, die ein Farbfächer im Baumarkt nicht leisten kann.

  1. Tageslicht

    Ein Ton wirkt am Nordfenster kühler als am Südfenster, und unter Werkstattbeleuchtung wieder anders. Deshalb legen wir Musterflächen an der echten Wand an.

  2. Fläche

    Ein Farbton wirkt auf zwanzig Quadratmetern deutlich kräftiger als auf dem Fächerstreifen. Wer nach Streifen wählt, wählt fast immer zu dunkel.

  3. Was schon da ist

    Böden, Türen, Küche und Möbel bestimmen mit. Eine Wandfarbe zu wählen, ohne den Boden dabei zu haben, ist geraten.

  4. Das Haus von außen

    Bei Fassaden zählen die Nachbargebäude – und mitunter eine Gestaltungssatzung, die Farbtöne vorgibt. Das prüfen wir vor der Auswahl.

Fragen zu Malerarbeiten

Muss ich die Räume ausräumen?

Ganz leer muss selten sein. Was in die Mitte kann, wird abgedeckt; empfindliche Möbel sollten raus. Wir sagen Ihnen vor dem Termin, was wir brauchen.

Was tun bei Schimmel in der Ecke?

Zuerst die Ursache finden – Wärmebrücke, Feuchte von außen oder zu wenig Luftwechsel. Wir entfernen den Befall fachgerecht und sagen Ihnen, was baulich dahintersteckt. Nur überstreichen machen wir nicht, das kommt garantiert wieder.

Streichen Sie auch im Winter außen?

Nur bei geeigneter Witterung. Die meisten Fassadenfarben brauchen Temperaturen über fünf Grad und trockenen Untergrund. Wir verschieben lieber, als ein Ergebnis abzuliefern, das im Frühjahr abblättert.

Was kostet das Streichen einer Wohnung?

Der Preis hängt am Zustand: Eine glatte, gestrichene Wand ist ein Bruchteil dessen, was eine Wand mit alter Tapete, Rissen und Löchern kostet. Nach einem kurzen Termin vor Ort können wir es genau sagen.

Wie lange muss ich lüften nach dem Streichen?

Bei den wasserbasierten Farben, die wir innen verwenden, ist der Geruch nach ein bis zwei Tagen weg. Bei Lackarbeiten an Türen und Zargen dauert es länger – das sagen wir Ihnen vorher, damit Sie planen können.

Können Sie Raufaser entfernen?

Ja. Es ist die unbeliebteste Arbeit auf jeder Baustelle und die, die man nicht überspringen sollte, wenn mehrere Lagen übereinanderliegen. Danach wird gespachtelt und geschliffen – erst dann sieht die glatte Wand aus wie eine.

Musterfläche an Ihrer Wand

Wir sehen uns den Untergrund an und legen Ihnen Farbe an – bei Tageslicht, an der echten Wand.

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