Innenausbau: Bad, Küche, Wohnräume, Treppe
Innen darf alles heutig sein, ohne dass das Haus außen sein Gesicht verliert.
Innenausbau: Räume, die zum Haus passen statt zum Katalog
Innen entscheidet sich, ob eine Sanierung gelungen ist. Die Fassade sieht man von der Straße, die Dachschräge sieht man jeden Morgen.
Wir bauen aus, was der Grundriss hergibt – und ändern ihn, wo er es nicht hergibt. Maurer und Tischler sitzen im selben Haus, deshalb ist „Wand raus, Einbauschrank rein“ bei uns ein Auftrag und nicht zwei.
Wohnräume und Grundriss

Alte Häuser sind in kleine Räume geteilt, weil sie einzeln beheizt wurden. Dieser Grund ist weggefallen, die Wände sind geblieben.
Wände zu öffnen ist eine statische Frage, keine Geschmacksfrage. Wir sehen uns an, was trägt, setzen Stürze, wo sie nötig sind, und sagen Ihnen vorher, was geht – nicht, nachdem der Bagger da war.
Was danach kommt, machen wir gleich mit: Böden, Treppen, Innentüren, Wandflächen. Ein Dielenboden aus Douglasie oder Eiche, eine Treppe nach Maß, Wandbeläge aus Altholz, wo eine glatte Wand zu wenig wäre.
Küche

Eine Küche nach Maß lohnt sich nicht überall. In einem rechtwinkligen Neubauraum steht die aus dem Studio genauso gut und kostet weniger.
Sie lohnt sich dort, wo der Raum nicht mitspielt: unter der Dachschräge, in der Nische neben dem Schornstein, an der Wand, die 12 Zentimeter aus dem Lot steht. Genau dort endet das Katalogmaß – und dort fangen wir an.
Wir planen und bauen selbst, vom Entwurf über die Fronten bis zur Arbeitsplatte. Elektrik und Wasser koordinieren wir mit.
Einbauten, die Platz schaffen statt ihn zu belegen
Das meiste, was wir in der Tischlerei bauen, entsteht, weil ein Möbelstück von der Stange nicht passt.
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Schränke unter der Dachschräge
Der Bereich, in dem kein Schrank steht und niemand steht. Mit Auszügen wird daraus nutzbarer Stauraum statt einer Abstellecke.
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Begehbarer Kleiderschrank
Braucht selten ein eigenes Zimmer – oft reicht eine Nische, wenn sie richtig aufgeteilt ist.
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Hochbett und Kinderzimmer
Massivholz, auf das Kind und den Raum gebaut, mit Fächern statt einer Leiter, die im Weg steht.
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Arbeitsplatz und Hauswirtschaft
Ein Schreibtisch im Einbauschrank, eine Wand mit Geräten dahinter – Räume, die zwei Aufgaben haben, ohne nach beiden auszusehen.
Böden, Treppen, Türen
Was den Raum am Ende ausmacht, sind drei Bauteile – und bei allen dreien entscheidet der Untergrund über das Ergebnis.
Böden. Massivholzdielen in Eiche oder Douglasie, Parkett, Linoleum. Breite Dielen brauchen einen ebenen und trockenen Untergrund; wo der Altbau uneben ist, gehört das ausgeglichen, bevor das erste Brett liegt.
Treppen. Im Altbau immer Maßarbeit: Die Steigungen ergeben sich aus Geschosshöhe und Deckenöffnung, nicht aus einem Katalog. Gerade und gewendelt, in Massivholz, aus der eigenen Werkstatt.
Innentüren. Im Bestand sind Zargen selten im Lot und Öffnungsmaße selten normgerecht. Wir messen jede einzeln auf. Wo eine alte Tür erhaltenswert ist, arbeiten wir sie auf, statt sie zu ersetzen.
Trockenbau und Akustik
Nicht jede Wand muss gemauert sein. Wo nichts zu tragen ist, geht Trockenbau schneller, ist leichter und lässt sich später wieder verändern – ein Argument, das man erst schätzt, wenn Kinder ausziehen.
Der Punkt, an dem es oft schiefgeht, ist der Schall. Eine einfach beplankte Ständerwand trennt zwei Räume optisch, aber kaum akustisch. Wer ein Schlafzimmer neben dem Wohnzimmer plant, braucht zweifache Beplankung, Dämmung im Gefach und – am wichtigsten – saubere Anschlüsse an Boden, Decke und Wand. Eine einzige durchlaufende Fuge macht den Aufwand zunichte.
Dasselbe gilt für abgehängte Decken über Räumen mit Holzbalkendecke: Der Trittschall von oben kommt über die Balken, nicht durch die Fläche.
Fragen zum Innenausbau
Kann ich während des Innenausbaus wohnen bleiben?
Bei einzelnen Räumen ja – wir staubschützen und arbeiten abschnittsweise. Wird der Grundriss geändert oder der Estrich erneuert, ist es unangenehm bis unmöglich. Wir sagen Ihnen vorher, welche Wochen das betrifft.
Was kostet ein Einbauschrank nach Maß?
Deutlich mehr als einer von der Stange und deutlich weniger, als die meisten vermuten. Der Preis hängt an Material, Fronten und Auszügen – wir machen ein Angebot mit Positionen, damit Sie sehen, wo das Geld hingeht.
Machen Sie auch nur die Tischlerarbeiten?
Ja. Wenn Rohbau und Malerarbeiten schon vergeben sind, bauen wir nur die Möbel oder nur die Treppe.
Welches Holz nehmen Sie?
Was zum Raum und zur Beanspruchung passt: Eiche, wo es hart sein muss, Douglasie für breite Dielen, Fichte oder Kiefer, wo eine ruhige Fläche gefragt ist. Bei Bädern reden wir vorher über Feuchte.
Wie lange dauert der Innenausbau eines Dachgeschosses?
Bei einem Einfamilienhaus meist acht bis zwölf Wochen, wenn Dämmung, Trockenbau, Elektrik, Boden und Einbauten dazugehören. Der Terminplan hängt weniger an unserer Auslastung als an Trocknungszeiten und den Handwerken, die wir nicht selbst machen.
Kann ich Wände einfach entfernen?
Erst muss klar sein, ob sie trägt. Wir sehen uns Wandaufbau und Decke darüber an; im Zweifel kommt ein Statiker dazu. Tragende Wände lassen sich in aller Regel trotzdem öffnen – dann mit Sturz.
Machen Sie auch Fußbodenheizung?
Den Bodenaufbau dafür ja. Die Heizungsinstallation selbst vergeben wir an einen Fachbetrieb und stimmen die Aufbauhöhen vorher ab – das ist die Schnittstelle, an der es sonst regelmäßig klemmt.
Erst den Raum ansehen, dann zeichnen
Wir kommen vorbei, messen auf und zeigen Ihnen, was in Ihrem Grundriss steckt.