Was kostet eine Sanierung? Ehrliche Zahlen

Keine Hausnummern. Wie wir zu einem Kostenrahmen kommen, mit dem Sie zur Bank gehen können.

Was kostet das? Und warum niemand es Ihnen am Telefon sagt

Die ehrliche Antwort auf „Was kostet eine Sanierung?“ ist: Das hängt davon ab, was unter dem Putz ist. Wer Ihnen ohne Ortstermin eine Zahl nennt, nennt entweder eine, die nachher nicht hält, oder eine, die so hoch angesetzt ist, dass sie immer reicht.

Was wir stattdessen tun: Wir kommen vorbei, sehen uns den Bestand an und geben Ihnen danach einen Rahmen, mit dem Sie zur Bank gehen können. Das dauert länger als ein Telefonat und ist die einzige Zahl, die etwas wert ist.

Was den Preis wirklich bewegt

Fünf Punkte, an denen sich Sanierungskosten entscheiden – in dieser Reihenfolge.

  1. Der Zustand, den man nicht sieht

    Feuchte im Mauerwerk, ein durchgelaufener Balkenkopf, Leitungen aus den Sechzigern. Das ist der Posten, der Kalkulationen kippt – und der einzige Grund, warum wir vor dem Angebot vorbeikommen.

  2. Wie viel Rohbau nötig ist

    Eine Wand versetzen ist etwas anderes als eine Wand streichen. Sobald Durchbrüche, Stürze oder neue Fundamente dazukommen, verschiebt sich die Größenordnung.

  3. Maßarbeit oder Katalog

    Ein Einbauschrank aus der eigenen Tischlerei kostet mehr als einer von der Stange – und passt in die Dachschräge, in der der aus dem Katalog nicht steht. Wo Maßarbeit sich lohnt und wo nicht, sagen wir Ihnen offen.

  4. Die Reihenfolge

    Wer erst die Fenster tauscht und dann die Fassade dämmt, zahlt die Laibung zweimal. Die richtige Reihenfolge spart mehr Geld als jede Verhandlung über den Stundensatz.

  5. Zuschüsse

    Für einzelne Maßnahmen gibt es Förderung. Ob sie sich für Sie rechnet, hängt am Gesamtzustand – wir rechnen es mit durch, bevor Sie einen Antrag stellen.

Ein Angebot mit Positionen, nicht mit einer Summe

Bauaufnahme: Querschnitt eines Gebäudes mit Maßen

Sie bekommen von uns kein Blatt mit einer Zahl unten rechts. Sie bekommen die einzelnen Positionen: Rohbau, Zimmererarbeiten, Tischlerarbeiten, Malerarbeiten, Material, Gerüst.

Das hat einen praktischen Grund. Die meisten Vorhaben sind größer als das Budget im ersten Anlauf. Mit Positionen können Sie entscheiden, was jetzt gemacht wird und was in zwei Jahren – statt das ganze Projekt zu verschieben.

Was sich nicht verschieben lässt: Alles, was später doppelt kostet. Dämmung unter einer Fassade, die erst danach verputzt wird. Leitungen unter einem Estrich, der schon liegt. Das sagen wir dazu.

Wo im Altbau die Überraschungen sitzen

Ein Angebot für einen Altbau enthält immer eine Annahme darüber, was hinter der Wand ist. Diese vier Stellen sind es, an denen die Annahme am häufigsten daneben liegt – und wir sagen Ihnen vorher, dass wir dort nachsehen müssen.

Der Bodenaufbau. Unter dem alten Estrich kann alles Mögliche liegen: Schlacke, Sand, eine Schüttung, manchmal gar nichts. Das entscheidet darüber, ob eine bodengleiche Dusche ohne Aufwand geht oder ob der Boden geöffnet werden muss.

Die Balkenlage. Wo Deckenbalken in der Außenwand liegen, wird es kalt und feucht. Ein einzelner morscher Balkenkopf ist eine Tagesarbeit, fünf sind eine Woche.

Leitungen in tragenden Wänden. Sie tauchen dort auf, wo niemand sie vermutet – und sie zu verlegen ist kein Handgriff, sondern ein eigener Arbeitsschritt.

Die alte Elektrik. Stoffummantelte Leitungen ohne Schutzleiter kommen in Häusern vor den Sechzigern noch regelmäßig vor. Wer die Wand ohnehin offen hat, erneuert sie – wer es nicht tut, macht sie später ein zweites Mal auf.

Wo Sie wirklich sparen können

Nicht am Stundensatz. Diese fünf Hebel bewegen mehr.

  1. Alles in einem Zug

    Ein Gerüst kostet dasselbe, ob eine oder drei Maßnahmen daran hängen. Dach, Fassade und Fenster zusammen sind deutlich günstiger als nacheinander.

  2. Den Grundriss lassen, wo es geht

    Jede versetzte Wand zieht Leitungen, Estrich, Türen und Malerarbeiten nach sich. Manchmal löst eine breitere Öffnung dasselbe Problem für einen Bruchteil.

  3. Maßarbeit dort, wo sie etwas kann

    Ein Einbauschrank unter der Schräge lohnt sich. Ein Schrank an einer geraden Wand kostet nach Maß mehr und kann nicht mehr. Wir sagen Ihnen, welcher Fall vorliegt.

  4. Eigenleistung an der richtigen Stelle

    Entrümpeln, Tapeten abziehen, Streichen – das können Sie selbst machen und es spart echtes Geld. Bei allem, was später zugebaut wird, raten wir davon ab.

  5. Nicht am Untergrund sparen

    Der einzige Posten, bei dem Sparen zuverlässig teurer wird. Was unter Putz, Estrich oder Fliesen liegt, macht niemand noch einmal auf.

Fragen zu Kosten und Abrechnung

Kostet das Erstgespräch etwas?

Nein. Ortstermin und Erstberatung sind kostenfrei, auch wenn daraus kein Auftrag wird. Erst wenn eine Planungsleistung nötig wird – Bauaufnahme, Entwurf, Antragsunterlagen –, sprechen wir vorher über das Honorar.

Festpreis oder nach Aufwand?

Wo der Umfang klar ist, arbeiten wir mit Festpreisen. Wo er es nicht ist – typisch bei freigelegtem Altbestand –, nach Aufwand mit einer vorher genannten Obergrenze. Was gilt, steht im Angebot, nicht im Kleingedruckten.

Was passiert, wenn beim Aufmachen etwas anderes zum Vorschein kommt?

Wir halten an und rufen Sie an, bevor wir weiterarbeiten. Sie bekommen den Mehraufwand schriftlich, bevor er entsteht. Nachträge, von denen man erst auf der Schlussrechnung erfährt, gibt es bei uns nicht.

Wie wird abgerechnet?

Bei größeren Projekten in Abschlägen nach Baufortschritt, bei kleineren nach Abnahme. Der Zahlungsplan steht im Vertrag, bevor der erste Handgriff passiert.

Können Sie eine Preisspanne nennen?

Nicht seriös, ohne das Objekt gesehen zu haben – und unseriöse Zahlen helfen Ihnen bei der Finanzierung nicht weiter. Was wir zusagen: Nach dem Ortstermin bekommen Sie einen Rahmen und danach ein Angebot mit einzelnen Positionen.

Wie lange gilt Ihr Angebot?

In der Regel drei Monate. Bei stark schwankenden Materialpreisen sagen wir es dazu, statt eine Frist zu nennen, die wir nicht halten können.

Kann ich in Abschnitten sanieren?

Ja, und für viele ist das der richtige Weg. Wichtig ist nur die Reihenfolge: Erst das, was Wasser abhält, dann das, was in Wänden verschwindet. Wir planen die Abschnitte so, dass keiner den nächsten verbaut.

Wir sehen uns Ihr Projekt an und rechnen

Ortstermin kostenfrei. Danach ein Angebot mit nachvollziehbaren Positionen statt einer Hausnummer.

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